Ausrüstung & Technik
Im Sanitätskollektiv Leipzig halten wir eine umfangreiche Ausstattung für medizinische Notfallsituationen vor. Moderne Medizintechnik und zweckmäßiges Einsatzmaterial ermöglichen eine strukturierte, situationsgerechte Versorgung im Sanitätsdienst.
Auf dieser Seite stellen wir unser Equipment kompakt vor und geben einen Einblick in unsere technischen Möglichkeiten.
Die sichere und fachgerechte Anwendung aller Geräte und Materialien hat für uns Priorität. Unsere Helfer*innen werden regelmäßig geschult und setzen Medizintechnik ausschließlich im Rahmen ihrer Qualifikation und praktischen Handlungssicherheit ein.
Notfallrucksäcke

Notfallrucksack EH
Der Notfallrucksack EH (Erste Hilfe) vom Typ AEROcase RPL1C bildet die Grundlage für die Erstversorgung durch Ersthelfer*innen und teilweise auch durch Sanitätshelfer*innen.
Er enthält die wichtigsten Materialien für die Basisversorgung, darunter verschiedene Verbandmittel, Rettungsdecken und Kältekompressen. Zusätzlich verfügt er über ausgewählte Zusatzausrüstung, z. B. ein Pulsoximeter und Guedeltuben zur Atemwegssicherung, deren Anwendung unseren Sanitätshelfer*innen vorbehalten ist. Bei Bedarf kann der Rucksack zudem als Ergänzung für BLS- oder ALS-Rucksäcke umgerüstet werden.

Notfallrucksack BLS
Der Notfallrucksack BLS (Basic Life Support) vom Typ AEROcase MPXL1C ist im Sanitätskollektiv Leipzig unser Standardrucksack und wird von Sanitätshelfer*innen, Sanitäter*innen und Rettungshelfer*innen eingesetzt.
Gegenüber dem EH-Rucksack bietet er eine deutlich erweiterte Ausstattung für die Versorgung von Erwachsenen und Kindern. Zusätzlich enthält er Material zur Schienung, Beatmung und Sauerstoffgabe sowie eine umfassende Basisdiagnostik mit Pulsoximeter, Blutdruckmessgerät, Blutzuckermessgerät, Pupillenleuchte und Mini-EKG.

Notfallrucksack ALS
Der Notfallrucksack ALS (Advanced Life Support) vom Typ PAX Wasserkuppe L ST-FT 2 mit Mittelwandmodul/Ampullarium wird primär von Rettungssanitäter*innen, Notfallsanitäter*innen und Ärzt*innen eingesetzt.
Er ist unser umfassendster Notfallrucksack und für die Versorgung von Erwachsenen und Kindern in einem breiten Spektrum von Notfallsituationen ausgelegt. Zusätzlich zur Basisausstattung des BLS-Rucksacks enthält er spezialisiertes Material zur erweiterten Blutungskontrolle, Hilfsmittel zur Atemwegssicherung (z. B. Larynxtuben) sowie Material zur Anlage von Infusionen und weiteren erweiterten Maßnahmen.

Notfallrucksack TECC
Der Notfallrucksack TECC (Tactical Emergency Casualty Care) vom Typ tee-uu PARAMED'S XL wird für besondere Einsatzlagen vorgehalten. Er ist für Szenarien wie Massenanfälle von Verletzten oder medizinische Notfälle in Gefahrenlagen ausgelegt.
Der Rucksack enthält spezielle Ausrüstung zur akuten Lebensrettung, insbesondere zur Blutungskontrolle (z. B. Tourniquets, Wound Packing) sowie zur Atemwegs- und Kreislaufsicherung. Ergänzt wird die Ausstattung durch taktische Hilfsmittel wie Rettungsmesser, Rettungsschere und Notfalltransportmittel. Der Rucksack kommt glücklicherweise nur selten zum Einsatz, wird bei uns jedoch regelmäßig in Übungen genutzt, um im Ernstfall vorbereitet zu sein.

Ausbildungsrucksack
Unser Ausbildungsrucksack vom Typ Team Impuls NFA Notfallrucksack L dient primär der Aus- und Fortbildung unserer Helfer*innen. Sein Aufbau ist bewusst an unsere BLS- und ALS-Notfallrucksäcke angelehnt, um eine möglichst vergleichbare Materialanordnung in Übung und Einsatz sicherzustellen.
Der Rucksack war früher selbst im Einsatz und wurde im Zuge der Umstellung auf eine einheitliche, besser zu reinigende Ausrüstungslinie ausgemustert. Heute ermöglicht er ein realistisches Training medizinischer Handgriffe und der Rucksackorganisation. Durch sein geringeres Gewicht eignet er sich zudem gut für Demonstrations- und Ausbildungszwecke.
Notfalltaschen

Notfalltasche BLS
Die Notfalltasche BLS (Basic Life Support) vom Typ AEROcase RBM1 ist eine kompaktere Variante des BLS-Rucksacks und für Ersthelfer*innen, Sanitätshelfer*innen und Rettungshelfer*innen geeignet.
Sie enthält eine umfangreiche Grundausstattung mit Verbandmaterial, Schienungsmaterial sowie Mitteln zur Kühlung und zum Wärmeerhalt. Ergänzt wird dies durch eine Basisdiagnostik mit Pulsoximeter, Blutdruckmessgerät und Blutzuckermessgerät. Die Tasche eignet sich besonders für kleinere Notfälle, z. B. bei Sportverletzungen, und ist durch ihre kompakte Bauform leichter mitzuführen als der BLS-Rucksack.

Notfalltasche ALS
Die Notfalltasche ALS (Advanced Life Support) vom Typ AEROcase RBL1 ist eine erweiterte Variante der BLS-Notfalltasche und primär für Sanitäter*innen, Rettungssanitäter*innen und Notfallsanitäter*innen vorgesehen.
Sie enthält zusätzliche Ausstattung für komplexere Notfallsituationen, darunter eine breitere Auswahl an Verbandmaterial sowie erweiterte Diagnostik mit Pupillenleuchte und Mini-EKG. Ergänzt wird dies durch Material zur Beatmung (z. B. Beatmungsbeutel) und zur erweiterten Atemwegssicherung. Damit ermöglicht sie eine erweiterte Versorgung bis zum Eintreffen weiterer Kräfte – idealerweise mit einem ALS-Notfallrucksack – und bildet eine kompaktere Ergänzung zu diesem.

UHS-Tasche
Die UHS-Tasche dient der Ausstattung unserer Unfallhilfsstellen (UHS). In diesen Räumen oder Zelten können wir Patient*innen sammeln, um eine weiterführende Diagnostik und Behandlung durchzuführen. Dafür nutzen wir die kompakte AEROcase First Aid Bag sowie das größere PAX POM Erstversorgungspaneel L.
Beide Varianten sind auf eine umfassende Versorgung in der UHS ausgelegt. Die größere Ausführung bietet mehr Kapazität und ermöglicht die Versorgung mehrerer Patient*innen über einen längeren Zeitraum. Die Ausstattung orientiert sich inhaltlich an einer Kombination aus BLS- und ALS-Notfallrucksack; das Material wird je nach Qualifikation der eingesetzten Helfer*innen verwendet.
Medizintechnik

Patientenmonitor
Wir nutzen moderne Patientenmonitore zur Überwachung von Vitalparametern. Unser Hauptgerät ist der corpuls C3 Slim, mit dem wir zentrale Vitalparameter wie Puls, Sauerstoffsättigung, Blutdruck, EKG und etCO₂ erfassen können. Zusätzlich bietet das System erweiterte Funktionen wie Defibrillation, EKG-Interpretation und Schrittmacherfunktion und wird auch im Rettungsdienst eingesetzt.
Ergänzend verwenden wir für grundlegende Überwachungsaufgaben den Biocare PM900. Er erfasst die wichtigsten Vitalparameter, ist einfach zu bedienen und kann dadurch auch von Helfer*innen mit niedrigerer Qualifikation eingesetzt werden, ohne auf ein Monitoring zu verzichten.

AED
Unsere AEDs vom Typ ZOLL AED Plus sind lebensrettende Geräte für die Reanimation und können auch im Rahmen der Ersten Hilfe eingesetzt werden. Ein AED (Automatisierter Externer Defibrillator) ist so konzipiert, dass er auch von Ersthelfer*innen und Laien sicher bedient werden kann.
Der ZOLL AED Plus ist besonders benutzerfreundlich und führt mit bebilderten Hinweisen sowie Display-Anzeigen durch die Reanimation. Ein integrierter CPR-Feedback-Sensor gibt in Echtzeit Rückmeldung zu Drucktiefe und Frequenz der Herzdruckmassage. Zusätzlich verfügt das Gerät über einen Kindermodus und kann damit bei Erwachsenen und Kindern eingesetzt werden.

Mini-EKG
Unser Mini-EKG vom Typ Wellue EKG T ist ein kompaktes, leichtes Gerät und auf unseren BLS- und ALS-Rucksäcken, in den UHS-Taschen sowie in einzelnen IFAKs verfügbar. Es ermöglicht eine schnelle 2-Kanal-EKG-Ableitung, um ohne aufwendige Medizintechnik einen ersten Eindruck von der Herzfunktion zu erhalten.
Auch wenn es keine vollständige Herzdiagnostik ersetzt, liefert es wichtige erste Hinweise für das weitere Vorgehen. Grundlegende EKG-Bilder wie z. B. Sinusrhythmus oder Hinweise auf ein Vorhofflimmern können in der Regel erkannt werden. Das Gerät ist einfach zu bedienen und kann von vielen unserer Helfer*innen genutzt werden.
Rettung & Transport

Tragetuch
Das Tragetuch ist eines unserer flexibelsten Hilfsmittel für den Transport und die Rettung von Patient*innen. Es besteht aus robustem, meist gut zu reinigendem Material und ermöglicht einen koordinierten Transport in liegender oder sitzender Position – angepasst an die Zahl der verfügbaren Helfer*innen.
Zusätzlich kann es genutzt werden, um Personen im Notfall schnell aus einem Gefahrenbereich zu ziehen, oder beim Umlagern zwischen Transportmitteln zu unterstützen. Durch seine Vielseitigkeit gehört das Tragetuch zu den am häufigsten genutzten Transporthilfen im Einsatz.

Krankentrage
Unsere Krankentragen nutzen wir für den sicheren und komfortablen Transport von Patient*innen, insbesondere wenn ein liegender Transport oder längere Wege erforderlich sind. Die Tragen bestehen aus gut zu reinigenden Materialien und unterstützen damit hohe Hygienestandards im Einsatz.
In unseren Unfallhilfsstellen (UHS) dienen sie außerdem häufig als Behandlungs- und Überwachungsfläche. Mit einem Fahr- oder Lagerungsgestell können sie auf eine ergonomische Arbeitshöhe gebracht werden, was die Versorgung erleichtert. Derzeit wird die Krankentrage bei uns am häufigsten als Behandlungsliege eingesetzt.

Tragestuhl
Den Tragestuhl nutzen wir, um Patient*innen schnell und sicher in sitzender Position zu transportieren. Diese Lagerung ist in vielen Situationen angenehmer als ein liegender Transport, insbesondere bei eingeschränkter Gehfähigkeit, z. B. nach Sportverletzungen.
Besonders praktisch ist der Tragestuhl für Treppen und schwer zugängliche Bereiche, etwa in Gebäuden ohne Aufzug. Dadurch ermöglicht er einen schonenden Transport mit wenig Aufwand. Einige unserer Modelle lassen sich zusätzlich mit wenigen Handgriffen zu einer Krankentrage umbauen. Zudem hilft ein integrierter Treppensteiger bei dem Transport über Stufen.

KED-System
Für eine schonende Rettung und einen sicheren Transport nutzen wir ein KED-System (Kendrick Extrication Device). Es ist ein bewährtes Hilfsmittel zur Immobilisation von Wirbelsäule und Rumpf, insbesondere bei Patient*innen in sitzender Position, z. B. nach Verkehrsunfällen.
Das System stabilisiert Rumpf, Kopf und Nacken bereits vor der Rettung aus der Situation. So können Bewegungen der Wirbelsäule während Rettung und Transport reduziert und eine möglichst sichere Umlagerung auf weitere Transportmittel vorbereitet werden.

Schaufeltrage
Die Schaufeltrage dient dem liegenden Transport und der Umlagerung von Patient*innen und ähnelt einer Krankentrage. Ihr besonderer Vorteil ist die teilbare Konstruktion: Sie kann in zwei Hälften unter Patient*innen gebracht und anschließend zusammengefügt werden.
So lassen sich Patient*innen – vor allem bei Verdacht auf Wirbelsäulenverletzungen – schonend aufnehmen, ohne unnötige Bewegungen zu verursachen. Auch für Umlagerungen auf andere Transportmittel ist sie gut geeignet, jedoch nicht zur längeren Lagerung vorgesehen.

Spineboard
Das Spineboard dient der schnellen und sicheren Rettung sowie dem kurzfristigen Transport von Patient*innen aus unwegsamem Gelände, engen Räumen oder unübersichtlichen Situationen. In Verbindung mit Gurtsystemen und Kopfimmobilisation ermöglicht es eine sichere Fixierung und unterstützt eine achsengerechte Aufnahme von Patient*innen - wichtig bei Personen mit Verdacht auf Wirbelsäulenverletzungen. Das Spineboard ist im Sanitäts- und Rettungsdienst vielseitig einsetzbar und ein bewährtes Hilfsmittel für technische Rettungen und Evakuierungen.
Dienstkleidung

Einsatzweste
Die Einsatzweste vom Typ GSG Invictus (rot-gelb) ist ein wichtiger Bestandteil unserer Einsatzkleidung. Sie sorgt für eine schnelle Erkennbarkeit als Sanitätsdienst und eine hohe Sichtbarkeit im Einsatz.
Mehrere Taschen ermöglichen das Mitführen wichtiger Materialien, teils mit direktem Schnellzugriff. Die Weste erfüllt gängige Anforderungen für den Einsatzbereich und wird von uns besonders in den Sommermonaten als leichte Alternative zur Jacke genutzt – überall dort, wo Sichtbarkeit und Bewegungsfreiheit gleichermaßen wichtig sind.

Einsatzjacke
Die Einsatzjacke vom Typ GSG Apollon in rot-gelber Farbgebung ist ein zentraler Bestandteil unserer Einsatzkleidung. Sie sorgt für eine klare Erkennbarkeit als Sanitätsdienst und erhöht die Sichtbarkeit, insbesondere im Straßenverkehr.
Mehrere Taschen – einschließlich einer Funkgerätetasche – ermöglichen das Mitführen wichtiger Ausrüstung. Die Jacke erfüllt gängige Anforderungen für den Einsatzbereich und bietet gegenüber einer Weste zusätzlichen Schutz, z. B. durch erhöhten Warnschutz, Schutz vor Scherben sowie eine flammenhemmende Wirkung in bestimmten Gefahrensituationen.

Einsatzhose
Die Einsatzhose vom Typ GSG Exciter Klasse 1 in rot-gelber Farbgebung ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Dienstkleidung. Sie sorgt für Erkennbarkeit und Sichtbarkeit im Einsatz und bietet zugleich Schutz bei der Arbeit.
Durch mehrere Taschen kann wichtige Ausrüstung direkt am Körper mitgeführt werden. Die Hose ist zudem atmungsaktiv und mit leichten, robusten Kniepolstern ausgestattet, was das Arbeiten in kniender Position erleichtert. Selbstverständlich erfüllt sie die gängigen Anforderungen für den Einsatz im Rettungs- und Sanitätsdienst.

Helm
Unser standardmäßiger Einsatzhelm ist das Modell Schuberth F220, vereinzelt kommen auch andere Helmtypen zum Einsatz. Er dient in erster Linie dem Schutz des Kopfes vor Verletzungen durch Stöße, Schläge oder Stürze, z. B. bei Verkehrsunfällen oder beim Aufbau von Unfallhilfsstellen.
Besonders bei Demonstrationen ist der Helm ein wichtiges Schutzelement, etwa gegen Wurfgegenstände oder Pyrotechnik. Die Helme sind modular erweiterbar und verfügen standardmäßig über ein Visier zum Schutz von Augen und Gesicht, z. B. vor Pfefferspray oder Pyrotechnik. Bei Bedarf können zusätzlich Nackenschutz und Helmlampe angebracht werden.

Handschuhe
Die Einsatzhandschuhe vom Typ SEIZ Mechanik 185 THL sind ein fester Bestandteil unserer persönlichen Schutzausrüstung im Einsatzdienst. Sie sind für technische Hilfeleistungen konzipiert und bieten eine hohe Strapazierfähigkeit bei gleichzeitig guter Passform.
Die Handschuhe schützen zuverlässig vor Verletzungen wie Quetschungen, Einklemmungen und Schnittverletzungen. Wir nutzen sie z. B. beim Aufbau von Zelten, an Unfallstellen, bei Demonstrationen oder beim Ablöschen kleinerer Brände. Trotz ihrer Robustheit ermöglichen sie ein ausreichendes Tastgefühl für präzises Arbeiten.

Sicherheitsstiefel
Unsere Sicherheitsstiefel (meist HAIX Airpower XR91, teils XR1) sind ein wesentlicher Teil der persönlichen Schutzausrüstung. Sie sind in Sicherheitsklasse S3 ausgeführt und bieten damit wichtigen Schutz im Einsatzalltag.
Dazu gehören u. a. Zehenschutzkappe, durchtrittsichere Sohle (z. B. gegen Scherben oder Nägel), Beständigkeit gegenüber bestimmten Betriebsstoffen sowie rutschhemmende Eigenschaften. Zusätzlich stabilisieren sie den Knöchel und reduzieren so das Risiko von Umknickverletzungen. Einige Modelle erfüllen darüber hinaus weitere Normen und bieten zeitlich begrenzten Schutz vor Feuer.
Führung & Organisation

Kennzeichnungswesten
Zur Kennzeichnung von Funktionen und Zuständigkeiten nutzen wir im Einsatz Kennzeichnungswesten. Dazu gehören farbige Funktionswesten, bei denen jede Farbe einer bestimmten Aufgabe zugeordnet ist – z. B. die Einsatzleitung über eine gelbe Weste.
Dieses System erleichtert Helfer*innen sowie anderen Organisationen die schnelle Orientierung und unterstützt einen reibungslosen Ablauf. Zusätzlich verwenden wir spezielle Westen für besondere Aufgaben, etwa zur Triage. Eine weitere wichtige Kennzeichnung ist die gelbe „1. EVT“-Weste auf jedem Einsatzrucksack, die bei größeren Lagen das erst eintreffende Team als initiale Leitung ausweist.

Orgabag
Der Orgabag wird primär von unseren Führungskräften genutzt und unterstützt sie bei der Koordination und Organisation von Einsätzen. Je nach Funktion enthält er eine zusammengestellte Auswahl an Unterlagen und Hilfsmitteln für die Einsatzführung.
Dazu gehören z. B. Dokumentationsunterlagen, Einsatzpläne, Checklisten, MANV-Aufkleber, Sichtungsmaterial, Merkkarten sowie Kennzeichnungsschilder. Ergänzend kann der Orgabag technisches Basismaterial wie Absperrmittel, einfache Beleuchtung und Schreibmaterial enthalten, um auch in improvisierten Strukturen handlungsfähig zu bleiben.

Sichtungstasche MANV
Für die strukturierte Bewältigung größerer Einsatzlagen führen wir Sichtungstaschen MANV mit. Sie helfen dabei, bei einer größeren Zahl von Patient*innen schnell einen Überblick zu gewinnen, Zustände einzuschätzen und Behandlungsprioritäten festzulegen.
Die Tasche enthält dafür u. a. Merkkarten, Checklisten, Sichtungsarmbänder und Patientenanhängekarten zur Dokumentation und Übergabe. Zusätzlich führen wir grundlegendes Material zur akuten Blutungskontrolle und Atemwegssicherung mit, um lebensrettende Maßnahmen bereits in der Sichtungsphase durchführen zu können.

Funkgeräte
Für die zuverlässige Kommunikation im Einsatz nutzen wir Funkgeräte des Typs Retevis Ailunce HD2. Die robusten Geräte ermöglichen eine sichere Verständigung über kurze und größere Distanzen und sind ein zentrales Hilfsmittel für die Koordination unserer Einsätze.
Je nach Lage verwenden wir den analogen Modus (z. B. bei schwierigen Bedingungen) oder den digitalen Modus mit hoher Sprachqualität. Zusätzlich verfügen die Geräte über Funktionen wie Notruf, GPS-Positionsanzeige und Textnachrichten. Durch verschiedene Kanäle und Funkrufgruppen können wir die Kommunikation nach Einsatzabschnitten klar strukturieren.

Einsatztelefon
Unser Einsatztelefon vom Typ Hammer 4 Outdoor ist ein robustes, einfach bedienbares Kommunikationsmittel für den Einsatzalltag.
Es wird vor allem von Verwaltung und Einsatzleitung genutzt, um dringende Anfragen zu bearbeiten, Einsatzabsprachen zu treffen und bei Bedarf den Rettungsdienst nachzufordern. Die Haupt-SIM ist für unsere interne Notrufnummer reserviert. Bei größeren oder unübersichtlichen Veranstaltungen kann diese Nummer bekanntgegeben werden, um Notfälle direkt melden zu können. Die Einsatzleitung erfasst dann die Lage, entsendet ein Team und kann bis zum Eintreffen bereits Maßnahmen telefonisch anleiten.

Drohne (UAS)
Unsere Drohne (UAS) vom Typ DJI Mini 2 – intern „Maik“ genannt – ist ein wertvolles Hilfsmittel unserer Drohnengruppe. Mit ihrer hochauflösenden Kamera ermöglicht sie uns einen schnellen Überblick über Einsatzorte und liefert Bild- und Videomaterial zur Lageeinschätzung, besonders bei größeren oder unübersichtlichen Situationen.
Sie wurde bereits erfolgreich bei der Suche nach vermissten Personen eingesetzt und kann bei Bedarf mit Zubehör wie Positionslichtern oder einem kleinen Scheinwerfer erweitert werden. Darüber hinaus unterstützt sie uns bei Übungen sowie bei der Erstellung von Material für unsere Öffentlichkeitsarbeit und Social-Media-Kanäle.
Aus- und Fortbildung

Little Anne QCPR
Die Little Anne QCPR ist im Sanitätskollektiv Leipzig eine häufig genutzte Übungspuppe für Reanimations- und Erste-Hilfe-Trainings. Sie wird vor allem für den Einstieg in die Wiederbelebung eingesetzt und vermittelt die grundlegenden Maßnahmen der CPR praxisnah.
Im Vergleich zu unserem AmbuMan ist sie einfacher aufgebaut und auf Basiskompetenzen fokussiert. Über die QCPR-Funktion kann die Puppe mit einem Smartphone verbunden werden und liefert in Echtzeit Feedback zur Qualität der Reanimation, z. B. zu Drucktiefe, Kompressionsfrequenz, Beatmungen und Unterbrechungszeiten. Erweiterte Szenarien wie Intubation oder Zugangsmanagement sowie ein realistischeres Druckgefühl trainieren wir dagegen mit dem AmbuMan.

Little Junior QCPR
Die Little Junior QCPR ist im Sanitätskollektiv Leipzig eine wichtige Übungspuppe für Reanimations- und Erste-Hilfe-Trainings im Kindesalter. Sie orientiert sich am Konzept der Little Anne, ist jedoch speziell für das Üben der Wiederbelebung bei Kindern ausgelegt.
Der Schwerpunkt liegt auf den grundlegenden Maßnahmen der CPR, insbesondere der korrekten Herzdruckmassage und Beatmung – sowohl Mund-zu-Mund als auch mit Beatmungsbeutel. Wie bei der Little Anne QCPR ermöglicht die QCPR-Funktion in Verbindung mit einer App eine direkte Auswertung der Reanimationsqualität. So schaffen wir einen praxisnahen und sicheren Einstieg in die Besonderheiten der Kinderreanimation.

Little Baby QCPR
Die Little Baby QCPR ist im Sanitätskollektiv Leipzig eine wichtige Übungspuppe für Reanimations- und Erste-Hilfe-Trainings im Säuglingsalter. Sie orientiert sich am Konzept der Little Anne und des Little Junior, ist jedoch speziell für das Üben der Wiederbelebung bei Babys ausgelegt.
Der Schwerpunkt liegt auf den grundlegenden Maßnahmen der CPR, insbesondere der korrekten Herzdruckmassage und Beatmung über Mund und Nase oder mit Beatmungsbeutel. Wie bei den anderen QCPR-Modellen ermöglicht die App eine direkte Auswertung der Reanimationsqualität. Zusätzlich bietet die Puppe eine Simulation der Atemwegsverlegung, bei der ein erfolgreicher Ablauf akustisch rückgemeldet wird. So schaffen wir einen praxisnahen Einstieg in die Besonderheiten der Säuglingsreanimation.

AmbuMan Airway Wireless
Der AmbuMan Airway Wireless (Gen 2) ist im Sanitätskollektiv Leipzig eine hochwertige Simulationspuppe für die Aus- und Fortbildung und eine etwas weniger komplexe Variante des AmbuMan Advanced. Durch die Wireless-Funktion können Trainingsszenarien flexibel gesteuert und Maßnahmen gezielt ausgewertet werden.
Mit dem Modell trainieren wir sowohl grundlegende als auch erweiterte Maßnahmen, z. B. Reanimation, Pulskontrolle, EKG-/Defibrillationssimulation sowie Atemwegsmanagement bis hin zur Intubation mit verschiedenen Hilfsmitteln. Zudem lassen sich unterschiedliche Patientinnenmerkmale und Einsatzsituationen realitätsnah darstellen, einschließlich Personenrettung und Patientinnentransport. Damit ist der AmbuMan Airway ein zentrales Trainingssystem für unsere regelmäßigen Übungen.

AmbuMan Advanced Wireless
Der AmbuMan Advanced Wireless (Gen 2) ist im Sanitätskollektiv Leipzig unser leistungsstärkstes Simulationssystem für realitätsnahe Aus- und Fortbildungen. Dank Wireless-Funktion können Szenarien flexibel gesteuert und Maßnahmen detailliert ausgewertet werden.
Mit dem Modell lassen sich neben den Grundlagen der Reanimation zahlreiche erweiterte Maßnahmen trainieren, z. B. EKG-Ableitung, Defibrillationssimulation, Atemwegsmanagement inkl. Intubation, Zugangswege (i.v., i.o., i.m.), Blutdruckmessung, Pulskontrolle und Auskultation. Verschiedene Patient*innenmerkmale und Einsatzlagen können individuell dargestellt werden; zusätzlich unterstützt die Puppe das Training von Personenrettung und Patientinnentransport. Ein integrierter Lautsprecher erhöht die Realitätsnähe durch Geräusche und Sprachwiedergabe.

SKILLQUBE Simulations-Setup
Das SKILLQUBE Simulations-Setup ist im Sanitätskollektiv Leipzig ein zentrales System für realitätsnahe Aus- und Fortbildungen. Mit dem qubeC3 können wir unseren Patientenmonitor corpuls C3 realistisch simulieren und so sicher trainieren, ohne das Einsatzgerät oder Übungspatient*innen zu belasten.
Über ein Ausbildertablet lassen sich Vitalparameter und Gerätefunktionen steuern. Mit qubeCPR und qubeAirflow erhalten wir zusätzlich ein Echtzeit-Feedback zur Qualität von Herzdruckmassage und Beatmung. Darüber hinaus ermöglicht das Setup u. a. die Simulation weiterer Geräte, die Auskultation realistischer Herz-, Lungen- und Darmgeräusche sowie erweiterte Szenarien mit Laborwerten, Röntgenbildern oder CO-Melder-Simulation. So schaffen wir vielseitige und praxisnahe Trainingsbedingungen für unsere Helfer*innen.

EKG-Simulations-Box
Zusätzlich zu unserem SKILLQUBE-System verfügt das Sanitätskollektiv Leipzig über eine separate EKG-Simulations-Box, mit der wir an regulären Patientenmonitoren wie dem corpuls C3 oder dem PM900 simulierte EKG-Signale einspeisen können. Sie eignet sich besonders für Funktionsprüfungen der Geräte sowie für einfache, gezielte Übungsszenarien.
Der Fokus liegt auf der Darstellung grundlegender EKG-Parameter und typischer Rhythmen, z. B. Sinusrhythmus, Kammerflimmern, AV-Blöcke oder Asystolie. Daher nutzen wir die EKG-Simulations-Box vor allem zur anschaulichen EKG-Ausbildung und für kleinere Simulationen, während wir für komplexe und realitätsnahe Szenarien unser SKILLQUBE-System einsetzen.

AED-Trainer
Für die Aus- und Fortbildung im Bereich der Frühdefibrillation nutzt das Sanitätskollektiv Leipzig AED-Trainer der Modelle CR-2 und ZOLL AED 3. Durch das Training mit unterschiedlichen Hersteller-Systemen fördern wir eine sichere Gerätehandhabung – insbesondere für neue Helfer*innen im Sanitätsdienst und Ersthelfer*innen.
Mit den Trainergeräten können wir typische Einsatzabläufe realitätsnah üben, von der Rhythmusanalyse bis zur simulierten Schockabgabe. Verschiedene Übungsmodi sowie eine spezielle Einstellung für Kinder ermöglichen ein praxisnahes Training für unterschiedliche Szenarien und Altersgruppen. Der AED-Modus unserer Patientinnenmonitore kommt dagegen vor allem in der Fortbildung erfahrener Sanitäterinnen und Fachkräfte zum Einsatz.

Skilltrainer WP & TQ
Für die Aus- und Fortbildung in der taktischen Medizin nutzt das Sanitätskollektiv Leipzig spezielle Skilltrainer für Woundpacking (WP) und Tourniquet (TQ). Mit ihm können schwere Blutungen und besondere Verletzungsmuster simuliert werden, um den sicheren Umgang mit lebensrettenden Maßnahmen zu trainieren.
Ein Schwerpunkt liegt auf dem Woundpacking, also dem Ausstopfen tiefer Wunden zur Blutstillung, sowie auf dem korrekten Einsatz von Tourniquets an Armen und Beinen. Die Trainer bilden dabei Gewebeverhalten und Verletzungssituationen gut nach. So schaffen wir eine sichere Trainingsumgebung für unsere Helfer*innen – insbesondere im Demosanitätsdienst sowie in entsprechenden Fortbildungen, z. B. im Rahmen von TECC-Kursen.

Übungsarm Blutdruckmessung
Der Übungsarm zur Blutdruckmessung von Erler Zimmer ermöglicht ein realitätsnahes und praxisorientiertes Training der manuellen Blutdruckkontrolle und Palpation des Pulses. Er eignet sich ideal für die Aus- und Fortbildung, um den sicheren Umgang mit Blutdruckmanschette, Stethoskop und den einzelnen Arbeitsschritten der Messung strukturiert zu üben. Durch die praxisnahe Darstellung können Teilnehmende Handhabung, Auskultation und korrektes Ablesen wiederholt trainieren und ihre Fertigkeiten gezielt verbessern. Gerade in der sanitätsdienstlichen Ausbildung schafft der Trainingsarm eine verlässliche Grundlage, um Routinen zu festigen, typische Fehlerquellen zu reduzieren und mehr Sicherheit im Umgang mit diagnostischen Basismaßnahmen zu gewinnen.

Skilltrainer i. V.-Zugang
Für die Aus- und Fortbildung zur Anlage von i. V.-Zugängen nutzt das Sanitätskollektiv Leipzig spezielle Skilltrainer. Im Mittelpunkt steht ein i. V.-Trainingsarm von Ambu, an dem die Punktionstechnik unter realistischen Bedingungen an verschiedenen Venentypen geübt werden kann.
Zusätzlich verwenden wir einen kompakten i. V.-Simulator, der mit einem Gurt am Arm einers Übungspatientin befestigt werden kann. So lässt sich die Anlage eines Venenkatheters realitätsnah und verletzungsfrei trainieren – mit direkter Rückmeldung zum Punktionserfolg. Der Simulator kann außerdem an Übungspuppen ohne integrierte i. V.-Funktion eingesetzt werden. Damit schaffen wir praxisnahe Trainingsbedingungen für eine sichere und routinierte venöse Zugangsanlage.

Skilltrainer Intubation
Der Intubationstrainer von Ambu ist im Sanitätskollektiv Leipzig ein wichtiges Ausbildungsmodell für das Atemwegsmanagement. Als detailliertes Querschnittsmodell von Kopf und Hals vermittelt er ein anschauliches Verständnis der Atemwegsanatomie und unterstützt die praktische Aus- und Fortbildung unserer Helfer*innen.
An dem Modell können verschiedene Atemwegshilfen wie Guedeltuben, Larynxtuben und i-gels realitätsnah geübt werden. Durch den offenen Querschnitt lässt sich die Lage der eingesetzten Hilfsmittel direkt visuell kontrollieren, sodass Platzierung, Wirkung und mögliche Fehler besser nachvollzogen werden können. So verbindet der Trainer anatomisches Verständnis mit praktischer Handlungssicherheit in der Atemwegssicherung.
Fahrzeuge

Mannschaftstransportwagen
Der Mannschaftstransportwagen, kurz MTW, ist ein vielseitiges Einsatzfahrzeug zur flexiblen Beförderung von Helfer*innen, persönlicher Ausrüstung und ergänzendem Einsatzmaterial. Er unterstützt insbesondere die schnelle Verlegung von Einsatzkräften zu Sanitätsdiensten, Bereitstellungsräumen, Veranstaltungsorten oder Einsatzstellen und trägt damit wesentlich zur organisatorischen und logistischen Handlungsfähigkeit bei. Je nach Lage kann ein MTW zudem für Materialnachführung, Personalwechsel, Transportfahrten oder unterstützende Koordinationsaufgaben genutzt werden. Für die Nutzung als MTW kommen mehrere Fahrzeuge infrage, welche je nach Einsatzzweck gekennzeichnet werden.





